…sie fuhr gut. Aber was dann sehr anstrengend war, das eine Berlinerin, die einem Gast der Bundeshauptstadt versuchte den Weg zu erklären…was sie auch tat aber alle paar Sekunden mit dem Kommentar : „Aber eigentlich müßte der Zug durch fahren. Sie können dort umsteigen, aber eigentlich müßte der Zug durch fahren, ja eigentlich müßte der Zug durch fahren. Dort können sie auch umsteigen aber wie schon gesagt, eigentlich müßte der Zug durch fahren“ und das über Minuten 🙂
Der Vormittag vor…
…Familienfeiern ist ein Hort des Wahnsinns und der Verzweiflung und doch freut man sich 🙂
Blut
Mit 25 hat man so was besser weggesteckt, wenn man seine Blutwerte bekommen hat und diese waren nicht so OK, oder gelinde gesagt schlecht. Jetzt denkt man doch mal drüber nach und sofort wieder über so vieles, die Familie, das Leben, was gibt es zum Mittag. Wahrscheinlich liegt es daran, dass man früher wusste man hat ja noch genug Zeit alles wieder zu richten und jetzt denkt man, dass wenn man es nicht richtet man die Zeit nicht mehr hat.
Aber ich befürchte, dass das viel mit Sport und gesunder Ernährung zu tun hat 😉
Abgesang II
Ich wollte ja noch etwas zum Thema „Abgesang auf Berlin“ schreiben. Ja, da war ich nun mal wieder in Berlin, auf dem Weg zu meinem Arzt. S -Bahn von Potsdam bis Schönhauser Allee. Sicher man redet immer von der kulturellen vielfalt in Berlin, vom zusammen leben verschiedenster Menschen. Für mich war das alles nur viel Mutantenstadl. Ich habe lange nicht mehr eine solche Menge von „Typen“ gesehen, aber das Problem, sie hatten keine Symphatiepunkte, es waren nicht die interessanten, geheimnissvollen Menschen und dreckig, nein nicht die Menschen ( naja nicht alle), nein ich meine die Stadt. Berlin war nie die sauberste, nie die mit den normalsten Typen, aber alles schien mir oberflächlich. Am Bahnhof Schönhauser „coole“ die durch Dreck liefen, Hauptsache man wird gesehen, naja und zu dem Cafetogowärmer sagte ich ja schon was. Fazit: Berin ist dreckig und zu viel „Typen“ verderben den „Brei“.
Ah ja ich glaube mir gefällt das Beispiel mit dem kochen, schmeisst man zu viel verschiedenes in einen Kochtopf, kann man selbst die edelsten Gewürze oder Zutaten nicht mehr herraus schmecken und alles wird ein farbloser nichtssagender Brei.
(Diese Beurteilung beruht auf den Weg von Wannsee über Charlottenburg, Wedding in den Prenzlauer Berg)
Abgesang I
Ja heute war ich mal wieder in Berlin und morgen werde ich sicher etwas mehr dazu schreiben. Aber ich war doch unangenehm berührt von dieser Stadt die ich einmal in Gedichten bedachte :
Du meine geliebte dreckige Hure (2006)
du meine geliebte hure
die du stinkst aus allen löchern
und doch
verzaubert mich dein duft
du meine geliebte hure
jeder darf an dich in dich
und doch
bist du nur für mich allein
du meine geliebte hure
versuchte ohne dich zu leben
doch schnell
legte ich mich wieder in deinen schoss
du meine geliebte
ach so dreckige hure
was wäre ich ohne dich Berlin
Aber diese liebevollen Zeiten scheinen vorbei zu sein. Einen bleibenden Eindruck hinterließ das was um den ist was in der Hand ist auf dem Bild was man nicht erkennt, nicht einmal erahnt: Ein Wollwarmhaltebezug für einen Cafe to Go. Mehr dann Morgen.
Frau Greulich
Nein, es wird keine kleine Anekdote über unzureichende Freundlichkeit in deutschen Ämtern.
Ich hab in meinen alten Postkartenkisten gewühlt und dort eben eine Karte an Frau Greulich gefunden, ganz lesen konnte ich sie nicht, handgeschriebene Altdeutsche Schrift ist dann doch etwas schwer. Aber sie war alt, ein junger Soldat schrieb eben an Frau Greulich in Berlin, ein junger Soldat im 1. Weltkrieg, kurz vor Ende des Krieges 1918: „Liebe Freundin, endlich kann ich Ihnen ein Bild meiner Heimat schicken, es ist eine Burgruine…sie ist so schön…Ach wie schön wäre es hier einfach wieder in seinem Beruf wirken zu können. Aber die Tage vergehen rasch. In kurzer Zeit erfolgt die Abreise…“
Ich hoffe er hat überlebt